tunesisch gehäkelte Mütze


Anlässlich des MützenMittwochs stelle ich hier mal eine meiner tunesisch gehäkelten Mützen vor. Ich benutze dafür eine Doppelhakennadel zum rundhäkeln mit zwei Garnen. Am besten gefällt mir dabei die Kombination aus einem schwarzen Garn und einem mehrfarbigen. In diesem Fall schwarzweiß.

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Auch eingestellt in alles für den Mann

Langzeitprojekt mit ungewissem Ausgang


Neben meiner Arbeit an diversen Weihnachtsgeschenken, habe ich mit einem Langzeitprojekt begonnen, bei dem ich nocht nicht genau weiß, worauf es hinauslaufen wird. Ich habe meinen Kleiderschrank ausgemistet, da zu viel Platz von Klamotten eingenommen wurde, die zu klein, zerschlissen, oder einfach nicht mehr mein Geschmschmack sind.

Das es aber so viele sind, hat mich dann doch überrascht:

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Ich habe damit begonnen die Klamotten zu zerschneiden. Zunächst schneide ich die Nähte raus, danach schneide ich aus den Einzelteilen jeweils ein langes Band. Dieses wickle ich dann auf einer Kreuzspindel zu einem Knäuel.

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Diese Knäuele sollen natürlich verarbeitet werden. Jedoch weiß ich noch nicht genau, was ich daraus mache. Ich habe zwar schon eine Idee im Hinterkopf, bin jedoch noch unentschieden und würde mich darum sehr über Anregungen von euch freuen. Auf jeden Fall fände ich es interessant die Unterschiedlichen Materialien (Baumwolle, Leinen, Jeans, Cord, …) in einem Projekt zu verarbeiten.

Nachdem ich gestern damit begonnen hatte, habe ich gerade mein viertes Knäuel fertig gestellt. Bislang sind ein Hemd, ein T-sirt und eine Hose der Schere zum Opfer gefallen.

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Dieses Projekt ist heute auch mein Beitrag zum Creadienstag

Männersachen


Das Wollschaf stellte am Dienstag ja meine Frage nach Handarbeitszeitschriften, die einen nennenswerten Anteil an Anleitungen für Männer beinhalten. Ich fasse hier mal die Antworten zusammen:

Regelmäßige Zeitschriften:

Gibt es nicht wirklich. Abgesehen von den Wollherstellern, die 2 mal im Jahr auch Männermodelle raus bringen. Vereinzelt gibt es in den regulären Ausgaben der Zeitschriften auch mal ein paar Männermodelle mehr. Z.B in der Filati classici Ausgabe 2

 

Sonderausgaben:

Verena Männer

 

Onlinezeitschriften:

http://www.brooklyntweed.net/btmen.html  (englisch)

Bücher:

Naturburschen
Men in Knits
Mann trägt Strick
Männermaschen
Socken für Kerle, selbst gestrickt

 

Sonstige Quellen im Internet:

http://www.ravelry.com/ (anleitungen in diversen Sprachen)
http://www.garnstudio.com
http://mailledelaine.com/pages/ModelesAccueil.htm (französisch)

Danke für die gefundenen Antworten an

streepie, mamarok, Kerstin, Cornelie Müller-Gödecke (ConnieM), katscapsinfo, Anneliese Altmann, Anke, chatts, grannysmith, ruhelose Kreativeule, Fadenwerkerin, Nicole

 

 

Quittendingsbums/Abseits der Maschen


Eigentlich wollte ich heute mal Quittenmarmelade machen.

Aber so etwas wie Quittenmarmelade gibt es ja gar nicht mehr. Der Begriff Marmelade ist laut einer EU-Richtlinie mittlerweile meines Wissens nach nur noch eingekochten Zitrusfrüchten vorbehalten. Da ich aber gerade keine Lust habe nachzulesen, ob ich jetzt ein Gelee, einen Fruchtaufstrich, oder Konfitüre fabriziert habe, spreche ich einfach mal von Quittendingsbums

Und so wirds gemacht:

Man nehme Quitten

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Diese werden geschält, entkernt und in Würfel geschnitten. Die Würfel kommen dann mit Wasser in einen Topf und werden gekocht.

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Während des Kochens kann man dann schonmal die weiteren Zutaten vorbereiten. Das wären in diesem Fall Orangenabrieb, Zimt und Limetten.

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Die Limetten werden ausgepresst.

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Wenn die Quitten fertig gekocht sind (nicht zu weich, sonst verlieren sie an Geschmack) macht man daraus Quittenmatsche

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In die Quittenmatsche werden dann die anderen Zutaten eingerührt. Ich habe nach dem Abschmecken leider feststellen müssen, dass die Quitten nicht so Aromatisch waren, wie ich mir das erhofft habe. In einem solchen Fall kann man zu einer Geheimwaffe greifen und noch Lebkuchengewürz untermischen.

Als nächstes kommt dann der Gelierzucker dazu. Wenn ich kleinere Mengen koche, nehme ich gerne 2:1. In diesem Fall jedoch habe ich aufgrund der besseren Haltbarkeit 1:1 genommen.

Jetzt heißt es ständig am Herd stehen und rühren, oder aber, wenn vorhanden, alles in einen Brotbackautomaten mit Marmeladenprogramm kippen und gemütlich ein Buch lesen bis der Automat piept. 😉

Jetzt muss man die heiße Mar… äh das Quittendingsbums nur noch in Gläser füllen, Und natürlich schonmal das erste Brötchen genießen.

Mmmh lecker, so ein Brötchen mit Quittendingsbums!

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Die verstrickte Dienstagsfrage 44/2013


Als handarbeitender Mann stelle ich mir die Frage: Gibt es Strick- und/oder Häkelzeitschriften, die keine Frauenzeitschriften sind? Wenn ich in Läden in Handarbeitszeitschriften schaue, finde ich dort eine Vielzahl von Anleitungen für Frauen, einige für Kinder und fast nichts für Männer. Gibt es da Ausnahmen, bei der es sich auch als Mann lohnt, Geld für eine ganze Zeitschrift auszugeben?

Vielen Dank an Ralf für die heutige Frage!

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Ist denn schon Weihnachten?


Eigentlich gehöre ich zu den Menschen, die sich immer erst kurz vor Schluß um Weihnachtsgeschenke kümmern. Ich kann mir selber nicht erklären, warum ich dieses Jahr so früh damit angefangen habe. Wenn das so weiter geht, habe ich einen entspannten Dezember .

Für meine Schwester (der ich vorhin Blogverbot erteilt habe), habe ich eine Umhängetasche gehäkelt.

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Die Tasche ist mit zwei Garnen tunesisch Rund gehäkelt. Der Boden und der Träger sind klassisch gehäkelt. Leider gibt meine Handykamera die Farben nicht ordentlich wieder, aber in der Nahaufnahme kann man sie zumindest besser erahnen.

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Rezension – Handmade Kultur


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Vor ein paar Tagen bin ich in einem anderen Blog dem Link zu der Seite http://www.handmadekultur.de gefolgt. Dort angekommen, erfuhr ich, dass es ein Magazin dieses Namens gibt. Von diesem Magazin, hatte ich bis dahin noch nichts gehört, da man sich als Kreativblogger jedoch ein kostenloses Probeexemplar zum rezensieren zuschicken lassen kann, habe ich das gleich mal genutzt.

Ein paar Tage später hielt ich also die Nr. 3 (September – November 2013) in den Händen, welches mich im Handel 6,90 € gekostet hätte. Ein Preis, den ich für ok halte, denn man erhält dafür ein hundert Seiten starkes, gefällig aufgemachtes Magazin, mit beiliegenden Schnittmustern.

Beim ersten Durchblättern fiel mir direkt auf, dass es sich nicht auf ein zwei spezielle Themen beschränkt, sondern sich mit so ziemlich allem befasst, was man selber machen kann. Möglicherweise ist es deshalb, im Gegensatz zu vielen Strick-, Häkel-, oder ähnlichen Heften, kein Frauenmagazin. Es wird gleichermaßen über Frauen und Männer geschrieben und man hat auch nicht unbedingt das Gefühl, dass sich die Artikel an ein bestimmtes Geschlecht richten, was es meiner Meinung nach positiv aus dem kreativen Blätterwald abhebt.

Die Themen sind, wie bereits erwähnt, vielfältig.  Es gibt anregungen zum Backen, Schneidern, Schreinern, Stricken, Häkeln, Nähen, Falten, Gestalten und Dekorieren. Außerdem Berichte über Menschen, bei denen das Selbermachen zum Beruf geworden ist, Blogs, Umweltschutz, Kunst, Urban Gardening, Nachbarschafliches Balkontheater, Tauschbörsen, sowie Buch- und Produktvorstellungen.

Gefallen hat mir:

– Die Artikel sind gut lesbar und motivierend
– Bei allen Anleitungen sind Zeit- und Preisaufwand, sowie benötigte Werkzeuge und Materialien gut sichtbar aufgelistet.
– Es gibt Inhalte die für jedes Alter und Geschlecht interessant sein können.

Unentschieden bin ich bei:

– Von manchen Sachen sind genaue Anleitungen und Schnittmuster nur online erhältlich. Auf der einen Seite finde ich das gut. Es ist gut für die Umwelt, da ressourcenschonend und wird sicherlich auch den Preis des Magazins nicht unerheblich drücken, da die Produktionskosten niedriger gehalten werden. Auf der anderen Seite ist dás für Menschen, die kein, oder langsames Internet verfügen, oder die zu Hause nicht drucken können, umständlich und kann im Zweifelsfall dazu führen, dass Anregungen nicht umgesetzt werden.

Nicht gefallen hat mir:

– Bei einigen Artikeln verschwimmt die Grenze zwischen Bericht und Werbung zu sehr. Und ich spreche jetzt nicht über die Buch- und Produktvorstellungen. Es mag schwierig sein, über etwas zu berichten, was man positiv findet, ohne das es werbend rüber kommt und mir fällt da auch kein passendes Mittel gegen ein. Was aber meiner Meinung nach gar nicht geht, ist zum Beispiel über jemanden zu berichten, der ein bestimmtes Mehl wieder auf den Markt bringt und in dem darauf folgenden Brotrezept, eben dieses Mehl als Zutat zu nehmen.  Wer den Artikel gelesen hat und von dem, was dieses Mehl von anderen Mehlen unterscheidet überzeugt ist, wird er möglicherweise von selber zu diesem Mehl greifen, auch ohne, dass es als Rezeptzutat auftaucht.

Männer, Fäden, Stoff und Wolle


Das handarbeitende Männer früher alles Andere als Ausnahmen waren, hatte ich zwar bereits mehrfach gelesen, aber die Bilder, die Suschna zu dem Thema herausgesucht hat sind dazu eine schöne Illustration.

Die verstrickte Dienstagsfrage


Heute stellte das Wollschaf folgende Frage:

Bisher habe ich ja immer einen großen Bogen um Mohairwolle gemacht, aber jetzt hat sie mich doch eingeholt. Gerade verstricke ich Ito Sensai, und während ich noch versuche, mit der Fusselbürste den Ansturm an Flusen auf meiner Kleidung einzudämmen, stellen sich mir ein paar Fragen. Habt Ihr Tipps zur Pflege von Strickstücken aus Mohair und vor allem: Liegen die Flusen in der Natur der Sache, oder gibt es Tricks, sie etwas zu reduzieren?

Vielen Dank an “Tee & Kekse” für die heutige Frage!

 

Meine Antwort:

Ich kann leider nicht viel dazu sagen, weil auch ich bislang noch nicht mit Mohairwolle gearbeitet habe. Aber ich bin gespannt auf die Antworten der anderen, für den Fall, dass ich die mal brauche 😉

Die häkelnde Gefahr!


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Eigentlich wollte ich nur U-Bahn fahren und mir dabei ein wenig die Zeit vertreiben. Die Bahn war ziemlich voll, aber ich fand noch einen Sitzplatz und packte meine Häkelnadel aus und machte mich an die Arbeit. Irgnedwann merkte ich, dass mich die alte Frau, die mir gegenüber saß, mich mit einem teils wütenden, teils angewiderten Blick anstarrte. Scheinbar hatte sie meine Verwirrung darüber gemerkt und sie sagte in einem deutlich vorwurfsvollen Ton: „Ich bin eine alte Frau und dies war der einzige Sitzplatz in Fahrtrichtung!“

Mir war nicht klar, was das mit mir zu tun hatte und ich war augenscheinlich gemeint. Als ich also aufgrund von steigender Verwirrung nicht reagierte, wurde sie deutlicher. „Und jetzt muss ich mir einen häkelnden Mann ansehen!“

Ich entgegnete ihr mit gereizter Freundlichkeit, dass auch ich froh sei, noch einen Sitzplatz gefunden zu haben und das ich auch hier sitzen bleiben würde. Außerdem fügte ich an, dass ich nun weiter häkeln würde, auch wenn sie sich dadurch angegriffen fühle.

Sie war ziemlich empört, ob meiner Dreistigkeit und meinte, ich würde nicht sie angreifen, sondern die Gesellschaft. Sie hoffe, so fügte sie noch hinzu, dass Merkel es verhindert, dass „solche wie ihr auch noch Kinder kriegen dürft!“

Ob sie irgendwelche Mutmaßungen über meine Sexualität hatte, oder ich einfach nicht mitbekommen habe, dass Merkel häkelnde Männer sterilisieren lassen will, konnte ich nicht mehr herausfinden, denn ein anderer Sitzplatz in Fahrtrichtung war frei geworden und sie machte sich mit demonstrativen Schmerzen auf den Weg dorthin. Ihr Blick allerdings war Gold wert, als die junge Muslimin, die neben ihr saß, während ihrer Show bemerkte, dass ihr mein Schal gefallen würde und fragte, ob ich den auch selber gemacht hätte.

Da ich das Glück habe, als heterosexueller, männlicher Inländer selten solche Erfahrungen machen muss, frage ich mich bei jedem dieser seltenen Momenten, wie Menschen damit umgehen, für die das Alltag ist und wundere mich darüber, warum nicht häufiger jemand durchdreht.