Quittendingsbums/Abseits der Maschen


Eigentlich wollte ich heute mal Quittenmarmelade machen.

Aber so etwas wie Quittenmarmelade gibt es ja gar nicht mehr. Der Begriff Marmelade ist laut einer EU-Richtlinie mittlerweile meines Wissens nach nur noch eingekochten Zitrusfrüchten vorbehalten. Da ich aber gerade keine Lust habe nachzulesen, ob ich jetzt ein Gelee, einen Fruchtaufstrich, oder Konfitüre fabriziert habe, spreche ich einfach mal von Quittendingsbums

Und so wirds gemacht:

Man nehme Quitten

2013-10-30_14-51-59_626

Diese werden geschält, entkernt und in Würfel geschnitten. Die Würfel kommen dann mit Wasser in einen Topf und werden gekocht.

2013-10-30_15-35-12_38

Während des Kochens kann man dann schonmal die weiteren Zutaten vorbereiten. Das wären in diesem Fall Orangenabrieb, Zimt und Limetten.

2013-10-30_15-15-05_546

Die Limetten werden ausgepresst.

2013-10-30_15-39-10_593

Wenn die Quitten fertig gekocht sind (nicht zu weich, sonst verlieren sie an Geschmack) macht man daraus Quittenmatsche

2013-10-30_15-43-21_843

In die Quittenmatsche werden dann die anderen Zutaten eingerührt. Ich habe nach dem Abschmecken leider feststellen müssen, dass die Quitten nicht so Aromatisch waren, wie ich mir das erhofft habe. In einem solchen Fall kann man zu einer Geheimwaffe greifen und noch Lebkuchengewürz untermischen.

Als nächstes kommt dann der Gelierzucker dazu. Wenn ich kleinere Mengen koche, nehme ich gerne 2:1. In diesem Fall jedoch habe ich aufgrund der besseren Haltbarkeit 1:1 genommen.

Jetzt heißt es ständig am Herd stehen und rühren, oder aber, wenn vorhanden, alles in einen Brotbackautomaten mit Marmeladenprogramm kippen und gemütlich ein Buch lesen bis der Automat piept. 😉

Jetzt muss man die heiße Mar… äh das Quittendingsbums nur noch in Gläser füllen, Und natürlich schonmal das erste Brötchen genießen.

Mmmh lecker, so ein Brötchen mit Quittendingsbums!

2013-10-30_17-26-03_323