Jetzt auch noch ne Eule


Keine Ahnung, wo der Eulentrend herkommt. Aber er ist da und hat auch meine Freundin erreicht. Da ich mal eine Pause vom Zerschneiden meiner alten Klamotten brauchte, sich einige Wollreste angesammelt hatten und ich das Wochenende bei ihr verbrachte, lag es nah, ihr eine kleine Eule zu häkeln.

Eine Anleitung hatte ich nicht. Aber ich bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Einzig bei den Flügeln brauchte ich ein paar Anläufe, bis ich sie hinbekommen habe.

Ich werde demnächst noch versuchen, dem fertigen Vogelvieh eine Anleitung zu entlocken, die ich dann hier ergänzen werde. Aber auf die Füllung möchte ich an dieser Stelle schonmal eingehen. Sie ist nämlich mit Wollfäden gefüllt. Wenn man, wie ich, verhältnismäßig selten etwas zum Füllen braucht und gerne mit dicken Garnen arbeitet, lohnt es sich den ansonsten nutzlosen Verschnitt zu sammeln und für solche Füllungen zu verwenden. Auch die anfangs missratenen Eulenflügel befinden sich im Bauch derselben.

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fliegendes Spaghettimonster


Eigentlich sitze ich ja derzeit an anderen Projekten, aber ich hatte vorhin einen Moment der Erleuchtung. Mir war, als hätten seine nudeligen Anhängesel höchstselbst meine Hände geführt und als ich die Häkelnadel wieder weglegt, erkannte ich, dass ich ein Abbild des fliegenden Spaghettimonsters in meinen Händen hielt.

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Häkelanleitung für das fliegende Spaghettimonster:

Körper:

weißes Garn

Ich habe mit einem magic Ring mit 6 festen Maschen begonnen.
2. Reihe: Jede Masche verdoppeln
3. Reihe: Jede zweite Masche verdoppeln
4. Reihe: Jede dritte Masche verdoppeln

In der Mitte zusammenklappen und dort zusammenhäkeln. Wenn man das Garn etwas länger lässt beim Abschneiden hat man in der Mitte schon ein nudeliges Anhängsel

Fleischbälle:

braunes Garn

Beginne mit einem Magic Ring mit 3 festen Maschen2. Reihe: Jede Masche verdoppeln
3. Reihe: Jede zweite Masche verdoppeln
4. Reihe: Jede dritte Masche verdoppeln

Natürlich braucht man 2 Fleischbälle

Den Ersten Fleischball in den Korpus einnähen. Dann den Korpus füllen (z.B. mit watte) Dann den zweiten Fleischball einnähen.

Zu, Schluss noch einzelne Fäden als nudelige Anhängsel durch den Korpus ziehen.

 

Wie alles begann…


drache2

Es war im Sommer 2010 und der Geburtstag meiner Schwester rückte immer näher. Und im Gegensatz zu sonst hatte ich mir frühzeitig Gedanken über ein Geschenk gemacht, das richtige gesucht und gefunden und ich dachte, nichts könnte mehr schief gehen. Und dann wurde ich bei ebay überboten…

Da war sie wieder. Die Panik, die einen erfasst, wenn die Zeit genauso knapp ist, wie das Budget und sich die richtige Idee nicht einstellen will.

Ich könne ihr ja ein Amigurumi machen, schlug meine Mitbewohnerin vor. Amiguwas? Kurz darauf wusste ich, dass es sich dabei um Häkelfiguren handelt.

Hmm, gehäkelt hatte ich in der Grundschule schonmal. Also so schwer konnte das ja nicht sein. Gemeinsam schauten wir uns im Internet Häkelanleitungen durch und ich entschied mich für einen kleinen schwarzen Drachen. Dann ließ ich mir das Häkeln beibringen. Ich freue mich hier berichten zu dürfen, dass ich dabei keine Finger verloren habe, auch wenn es manchmal knapp war. Ich glaube ich stellte mich ziemlich blöd an und fragte mich nicht nur einmal, wie ich das in der Grundschule hinbekommen habe.

Nachdem ich es leidlich hinbekam, musste ich mich auch langsam an den Drachen begeben. Wenn ich mich beim Häkeln lernen schon blöd angestellt habe, beim lernen des Magic Rings habe ich das deutlich unterboten. Erschwert wurde das ganze durch die Benutzung einer kleinen Nadelstärke bei schwarzer Wolle. Ich konnte kaum erkennen, was ich da tat. Langsam wurde mir klar, dass mein Projet nicht wirklich für Anfänger geeignet war. Trotzdem machte ich weiter. Denn ich konnte ja nicht ohne Geschenk auf dem Geburtstag meiner Schwester auftauchen. Und entgegen all meiner Befürchtungen wurde ich rechtzeitig fertig. Kurz vorher hatte ich mir noch geschworen, nie wieder eine Häkelnadel in die Hand zu nehmen. Aber als ich den fertigen Drachen in den Händen hielt, änderte ich meine Meinung. Immerhin hatte ich etwas (meiner Meinung nach) ganz kompliziertes hinbekommen. Da sollten andere Häkeleien kein Problem für mich sein. 😉

Außerdem war ja noch Wolle übrig