Wenn ich jemandem einen Korb gebe, ist der immerhin selbst gehäkelt ;-)


Jemandem einen Korb geben, ist ja gemeinhin negativ behaftet. Wie viel schlimmer muss es dann sein, wenn man seiner eigenen Mutter einen Korb gibt und das auch noch zu Weihnachten.

Aber in diesem Fall ist der Korb ein Weihnachtsgeschenk und er ist heute endlich fertig geworden.

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Materialien: Peddigrohr, Bravo Big Color (Farbe 80), Bravo Big Schwarz

Zunächst habe ich die Seite tunesisch rund gehäkelt.

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Als nächstes habe ich mit Peddigrohr einen Korbboden geflochten.

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Dann wurde es frickelig. Die überstehenden Staken des Korbbodens mussten im Inneren des Wollschlauches durch die Maschen gezogen werden. In der Mitte habe ich zur Stabilitätsverbesserung nachträglich noch eine Reihe Peddigrohr eingeflochten.

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Nun mussten nur noch die Staken oben zu einem Korbrand verflochten werden.

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Wenn man genau hinsieht, erkennt man noch ein paar unschöne Stellen, insbesondere am Rand, die vor allen Dingen durch Fehleinschätzungen am Anfang des Flechtvorganges zustande kamen und somit auch nicht mehr korrigiert werden können. Da ich jedoch zum ersten mal mit Peddigrohr gearbeitet habe, bin ich mit dem Ergebnis ziemlich zufrieden. Vor allem bin ich froh, dass die gehäkelte Korbwand so stabil auf den Staken liegt und meine Idee insgesamt aufgegangen ist. Auf dem ersten Bild in diesem Artikel seht ihr übrigens schon die Wolle, die ich für meinen eigenen Wollkorb verwenden will.

Den Korb und andere schöne Dinge findet ihr übrigens auch beim creadienstag

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24 Kommentare zu “Wenn ich jemandem einen Korb gebe, ist der immerhin selbst gehäkelt ;-)

  1. Der Korb ist eine Wucht. Ich hoffe, er bekommt einen Ehrenplatz, vielleicht als Strickkorb neben dem Sofa. Die Materialkombi gefällt mir echt gut, aber wäre es nicht einfacher gewesen, ein Grundgerüst zu flechten und den Wollschlauch drüberzuziehen, statt einzeln reinzufrickeln?
    Viele Grüße,
    Tee & Kekse

  2. Ich bin begeistert. Nicht nur, weil der Korb toll aussieht, sondern auch weil zwei verschiedene Materialien und Techniken verbunden wurden. Gefällt mir sehr.
    Habe gestern mal auf auf Deinem Blog gestöbert und fand besonders die Story mit dem Häkeln in den öffentlichen Nahverkehrsmitteln krass. Ich weiß gar nicht, warum ein Mann nicht auch Häkeln darf, egal welchen anderen Neigungen er nachgeht.
    *kopfschüttel*
    LG
    Kerstin

  3. Beim ersten Anschauen der Bilder dachte ich, du hättest einen fertigen Korb umhäkelt. Aber dass du auch den Korb selbst gemacht hast – Respekt! Ich bin begeistert. 🙂

    LG

  4. Fun Fact am Rande: der Korb ist beinahe so etwas wie ein Zufallsprodukt. Eigentlich solle er eine Tasche wie diese hier werden:
    Ich habe einfach wild drauflos gehäkelt und hatte schon ein ziemliches Stück geschafft, als mit so langsam dämmerte, dass das viel zu groß für eine Tasche wird. Ich hatte jedoch keine Lust darauf die Arbeit, die schon drin steckte, durch aufribbeln zu Nichte zu machen, also musste ich mir was einfallen lassen, wie ich das Stück weiter verarbeiten kann. So kam ich erst auf die Idee mit dem Korbboden. Im Prinzip ist der Korb ein Resultat meiner Weigerung einen Fehler als solchen anzuerkennen 😉

  5. Was eine Arbeit! Und mal eben so nen Boden zu flechten ist ja schon ne ganz schöne Leistung! Und unschöne Stellen hat man immer und meistens sieht man die nur selber, genauso wie hier 🙂 Toller Korb
    Liebe Grüße

    Katharina

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