Rezension – Handmade Kultur


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Vor ein paar Tagen bin ich in einem anderen Blog dem Link zu der Seite http://www.handmadekultur.de gefolgt. Dort angekommen, erfuhr ich, dass es ein Magazin dieses Namens gibt. Von diesem Magazin, hatte ich bis dahin noch nichts gehört, da man sich als Kreativblogger jedoch ein kostenloses Probeexemplar zum rezensieren zuschicken lassen kann, habe ich das gleich mal genutzt.

Ein paar Tage später hielt ich also die Nr. 3 (September – November 2013) in den Händen, welches mich im Handel 6,90 € gekostet hätte. Ein Preis, den ich für ok halte, denn man erhält dafür ein hundert Seiten starkes, gefällig aufgemachtes Magazin, mit beiliegenden Schnittmustern.

Beim ersten Durchblättern fiel mir direkt auf, dass es sich nicht auf ein zwei spezielle Themen beschränkt, sondern sich mit so ziemlich allem befasst, was man selber machen kann. Möglicherweise ist es deshalb, im Gegensatz zu vielen Strick-, Häkel-, oder ähnlichen Heften, kein Frauenmagazin. Es wird gleichermaßen über Frauen und Männer geschrieben und man hat auch nicht unbedingt das Gefühl, dass sich die Artikel an ein bestimmtes Geschlecht richten, was es meiner Meinung nach positiv aus dem kreativen Blätterwald abhebt.

Die Themen sind, wie bereits erwähnt, vielfältig.  Es gibt anregungen zum Backen, Schneidern, Schreinern, Stricken, Häkeln, Nähen, Falten, Gestalten und Dekorieren. Außerdem Berichte über Menschen, bei denen das Selbermachen zum Beruf geworden ist, Blogs, Umweltschutz, Kunst, Urban Gardening, Nachbarschafliches Balkontheater, Tauschbörsen, sowie Buch- und Produktvorstellungen.

Gefallen hat mir:

– Die Artikel sind gut lesbar und motivierend
– Bei allen Anleitungen sind Zeit- und Preisaufwand, sowie benötigte Werkzeuge und Materialien gut sichtbar aufgelistet.
– Es gibt Inhalte die für jedes Alter und Geschlecht interessant sein können.

Unentschieden bin ich bei:

– Von manchen Sachen sind genaue Anleitungen und Schnittmuster nur online erhältlich. Auf der einen Seite finde ich das gut. Es ist gut für die Umwelt, da ressourcenschonend und wird sicherlich auch den Preis des Magazins nicht unerheblich drücken, da die Produktionskosten niedriger gehalten werden. Auf der anderen Seite ist dás für Menschen, die kein, oder langsames Internet verfügen, oder die zu Hause nicht drucken können, umständlich und kann im Zweifelsfall dazu führen, dass Anregungen nicht umgesetzt werden.

Nicht gefallen hat mir:

– Bei einigen Artikeln verschwimmt die Grenze zwischen Bericht und Werbung zu sehr. Und ich spreche jetzt nicht über die Buch- und Produktvorstellungen. Es mag schwierig sein, über etwas zu berichten, was man positiv findet, ohne das es werbend rüber kommt und mir fällt da auch kein passendes Mittel gegen ein. Was aber meiner Meinung nach gar nicht geht, ist zum Beispiel über jemanden zu berichten, der ein bestimmtes Mehl wieder auf den Markt bringt und in dem darauf folgenden Brotrezept, eben dieses Mehl als Zutat zu nehmen.  Wer den Artikel gelesen hat und von dem, was dieses Mehl von anderen Mehlen unterscheidet überzeugt ist, wird er möglicherweise von selber zu diesem Mehl greifen, auch ohne, dass es als Rezeptzutat auftaucht.

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