Die häkelnde Gefahr!


2013-10-20_22-54-01_464

Eigentlich wollte ich nur U-Bahn fahren und mir dabei ein wenig die Zeit vertreiben. Die Bahn war ziemlich voll, aber ich fand noch einen Sitzplatz und packte meine Häkelnadel aus und machte mich an die Arbeit. Irgnedwann merkte ich, dass mich die alte Frau, die mir gegenüber saß, mich mit einem teils wütenden, teils angewiderten Blick anstarrte. Scheinbar hatte sie meine Verwirrung darüber gemerkt und sie sagte in einem deutlich vorwurfsvollen Ton: „Ich bin eine alte Frau und dies war der einzige Sitzplatz in Fahrtrichtung!“

Mir war nicht klar, was das mit mir zu tun hatte und ich war augenscheinlich gemeint. Als ich also aufgrund von steigender Verwirrung nicht reagierte, wurde sie deutlicher. „Und jetzt muss ich mir einen häkelnden Mann ansehen!“

Ich entgegnete ihr mit gereizter Freundlichkeit, dass auch ich froh sei, noch einen Sitzplatz gefunden zu haben und das ich auch hier sitzen bleiben würde. Außerdem fügte ich an, dass ich nun weiter häkeln würde, auch wenn sie sich dadurch angegriffen fühle.

Sie war ziemlich empört, ob meiner Dreistigkeit und meinte, ich würde nicht sie angreifen, sondern die Gesellschaft. Sie hoffe, so fügte sie noch hinzu, dass Merkel es verhindert, dass „solche wie ihr auch noch Kinder kriegen dürft!“

Ob sie irgendwelche Mutmaßungen über meine Sexualität hatte, oder ich einfach nicht mitbekommen habe, dass Merkel häkelnde Männer sterilisieren lassen will, konnte ich nicht mehr herausfinden, denn ein anderer Sitzplatz in Fahrtrichtung war frei geworden und sie machte sich mit demonstrativen Schmerzen auf den Weg dorthin. Ihr Blick allerdings war Gold wert, als die junge Muslimin, die neben ihr saß, während ihrer Show bemerkte, dass ihr mein Schal gefallen würde und fragte, ob ich den auch selber gemacht hätte.

Da ich das Glück habe, als heterosexueller, männlicher Inländer selten solche Erfahrungen machen muss, frage ich mich bei jedem dieser seltenen Momenten, wie Menschen damit umgehen, für die das Alltag ist und wundere mich darüber, warum nicht häufiger jemand durchdreht.

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68 Kommentare zu “Die häkelnde Gefahr!

  1. Also das ist ja wirklich unglaublich… wie kann ein Mann es sich nur erdreisten in DIE Frauendomäne schlechthin einzudringen! Tzzzz… 😉

    Aber mal ernsthaft: Jeden Tag steht ein Idiot (geschlechtsneutral…) auf und der Idiot des Tages saß dir nun mal gegenüber. Lass dich nicht unterkriegen. So tolerant sollte unsere Gesellschaft heute schon sein, dass Männer Dinge tun „dürfen“, die üblicherweise (jedenfalls in der eher jüngeren Vergangenheit) von Frauen getan werden und anders herum. (Leider habe ich ähnliches Problem regelmäßig in Baumärkten – es ist also noch viel zu tun… )

    Im Übrigen scheint es Menschen zu geben, die generell Handarbeiten ablehnend gegenüberstehen. Wir haben von unserem letzten Lokal, in dem wir uns zum Stricktreff getroffen haben, die Rückmeldung bekommen, dass wir die anderen Gäste mit unserer Strickerei stören würden… wie sähe das denn aus?! Muss ich erwähnen, dass wir uns mittlerweile in einem anderen Lokal treffen? 😀

    LG

    • kann ich verstehen, dass ihr gestört habt. Ich meine, wenn ihr auch noch in Horden auftaucht und strickt! Was kommt als nächstes? Auch noch die Wolle selber spinnen? Eine Schafherde zum Scheren ins Lokal treiben? Da muss man rechtzeitig einen Riegel vorschieben, bevor es ausartet 😉

    • Man fasst es nicht *kopfschüttel*
      Über was macnhe Menschen sich aufregen können.
      Es ist doch etwas wunderbares,wenn man heute noch etwas mit den eigenen Händen herstellt.Wo steht geschrieben,welches Geschlecht das machen darf?
      Aber an eine andere Art Erfahrung in der S-Bahn kann ich mich auch noch gut erinnern.Als ich da vor einigen Jahren häkelte, saß mir auch eine ältere Dame gegenüber,die sich fürchterlich aufregte,das so eine Häkelnadel eine ungeheuere Gefahr sei, und sie sich bedroht fühle.Ich könnte sie ernsthaft verletzen, sollte die Bahn eine Vollbremsung machen müssen.
      Tja, aber so sind sie die Leute, die vielleicht einfach aus Neid, auf das was andere können und leisten, so reagieren.

  2. Manche Menschen sind einfach nicht glücklich, wenn sie nichts haben, über dass sie sich aufregen können…. Ich würde sagen: jetzt erst recht 🙂

    Viele Grüße,
    Tee & Kekse

  3. reiner neid, sie war immer zu faul, dumm etc es selber zu lernen. haekle, strick etc wann immer du lust hast, ich mache es so in jedem wartezimmer etc. warum soll ich rumsitzen und mich langweilen

  4. Find ich persönlich sehr traurig das einem so etwas passiert. Ich hätte meine Haltestelle verpasst weil ich mit dir gefachsimpelt hätte.
    Noch mehr solche Menschen und wir kommen wieder in die Zeit zurück wo die Frau am Herd zu stehen hat und sich ausschließlich um Kinder und Haushalt zu kümmern hat und der Mann ein Weichei ist wenn er den Kinderwagen schiebt oder die Windeln wechselt

  5. Hach ja, die lieben Zeitgenossen. Ich saß unlängst im Zug von Bremen nach Würzburg und strickte. In Fulda stiegen zwei ältere Damen ein und setzten sich so halbschräg hinter auf die Sitzplätze. Nach einem Blick auf mich sagte die eine mit spitzer Zunge zur anderen: „Ich kann auch stricken, aber ich weiß, wann das passend ist.“
    Was wäre wohl passiert, wenn wir gemeinsam gereist wären?
    Also wirklich, wie können wir nur …
    Lachende Grüße
    Kristin

  6. Hast du etwas getan, was sonst keiner tut?
    Hast du gehäkelt, einen Schal oder Hut
    oder hast du einen selbstgemachten Schal getragen,
    ohne vorher deine Nachbarin um Erlaubnis zu fragen?

  7. boah maschenbart, wo war dein blog gestern? wo hast du gesteckt? warum finde ich dich erst heute? :O
    Lutz von maleknitting hat letztens ein treffen in der ubahn von münchen gemacht, wenn ich das richtig im kopf hab, bin mir aber nicht sicher. wenn ich mir jetzt die undame von deinem widerfahrnis wäre auf die horde strickender und häkelnder kerle getroffen von denen auch noch manche „so welche“ sind… ich fürchte, dann hätte sie gleich nen arzt gebraucht?
    ich hatte bis jetzt glück, ich bekomme nur überraschte blicke, die mich dann gleich in eine bestimmte schublade stecken. is mir aber auch egal, ein erfolgserlebnis gönne ich denen ja, ich bin grosszügig 😉
    scheinbar ist es erlaubt zu stricken wenn man schwul ist, ich versteh zwar nicht was das eine mit dem anderen zu tun hat, aber was solls – endlich mal ein punkt an dem es es mir leichter macht ein wenig anders zu sein.

    wie ich lese, lässt du dir den spass trotzdem nicht verderben 🙂 find ich gut.
    gut strick ähh häkel 🙂

    PS: ich muss mal stöbern gehen, hab ich da etwa tunesische häkelnadeln gesehen? 😀

    • Nee, den spass lasse ich mir sicher nicht verderben. Werde hier im gegenteil demnächst einen aufruf starten, männer mögen doch bitte öffentlich handarbeiten und sich dabei fotografieren lassen. Würde die fotos dann hier veröffentlichen. Denn jeder mehr raus gehen, desto normaler wirds.
      Ach ja, die tunesische häkelnadel schwinge ich mit vorliebe. Vor allem die mit zwei haken 🙂

  8. Sollte ich der Frau gleich wieder in der U-Bahn begegnen, sollte ich mich wohl bei ihr bedanken. Nach weniger als einem Tag hat sich unsere kleine Begegnug zu dem mit Abstand meistgelesensten Artikel in meinem Blog gemausert. Also falls du das liest, garstiges altes Weib: Danke Schön 🙂

  9. Hallo werter Herr;). Bin über Fb hier gelandet und amüsier mich wie Bolle. Ich finde häkelnde Männer sehr bestrickend. :)) Hier auf dem platten Land hat sich leider noch keiner geoutet. Ich darf also um Namen, Adressen und kurze Vita bitten. Verbindlichen Dank:D

  10. Wie kannst du nur so dreist sein und vor den Augen der armen Alten Dame in Fahrtrichtung zu Häkeln, so eine Unverschämtheit ;O) Finde es schon Spannend was du da erlebt hast, vor allem das die Dame anscheinend durch dein Hobby auf deine Sexuelle Ausrichtung schloß… Schon Komisch sowas ;O)
    Liebe Grüße von eine ehemaligen (Heterosexuellen) Soldatin und Sport Schützin ;O)

      • aber nicht, dass Du Dir den Faden klemmst…öhm, nein, ddas war jetzt SO nicht gemeint. Also ist der Knall im All, aber wir kennen anscheinend alle solche Erlebnisse- kommt meistens aus Neid heraus und da gibt es diesen dummen aber doch wahren Spruch: Mitleid bekommst Du umsonst, Neid musst Du Dir erarbeiten- und sei es nur durch individualistische Verhalten im öffentlichen Raum- Mann muss sich nicht die Hose runterziehen um auszufallen. Hat doch was! Einfach lächeln und ignorieren solche HammelInnen Achja- wer hat hier was gegen public spinning? *drohen die Augenbraue heb* ich mein, ein Land, dass Männer mit nackten Oberkörpern in Fußgängerzonen toleriert, dass muss auch den Anblick handarbeitenden Menschen im öfftenlichen Raum ertragen können. Hach ja es lebe das Dogma ;O)

  11. Ich mag Dein Blog. Und das, obwohl ich nur stricke und aus Prinzip nicht häkele. Wäre ich ein Mann, würde ich aber spätestens jetzt damit anfangen und den ganzen Tag häkelnd mit der Bahn kreuz und quer durchs Ruhrgebiet fahren.

  12. Wahrscheinlich hätte ich einfach mal angefangen zu lachen, wenn mir sowas passiert wäre. Und wenn ich neben dir gesessen hätte, oder in Hörweite, hätte ich vermutlich dann auch mein freches Mundwerk aufgemacht. Sowas muss sich echt niemand bieten lassen.

  13. Oha, da hast du ja echt was erlebt… Ich hätte mir den einen oder anderen bissigen Kommentar gegenüber der Dame sicher auch nicht verkneifen können und finde ihr Verhalten ziemlich dreist. Ob sie sich daran stören will oder nicht ist ja ihre Sache, aber dich für ihre Verbohrtheit und schlechte Laune verantwortlich machen? Erschreckend, dass es doch immer wieder Leute gibt, die so partout gegen Gleichbereichtigung zu sein scheinen, erst Recht, wenn es ihnen völlig egal sein könnte. (Sagt ja keiner, dass ihr Mann jetzt zum Häkeln gezwungen wird und sie stattdessen zur Säge greifen muss…)
    Es mag zwar (noch?) ungewöhnlich erscheinen und unüblich oder selten sein, aber ganz ehrlich: ich finde es toll, wenn Männer sich auch „in solche Frauendomänen vorwagen“ (und rumgedreht, dieses ganze festgelegte Rollenzeug ist mir etwas zuwider). Modezaren gibt’s schließlich auch in männlich, und die machen teils nicht mal Sachen für sich, sondern für Frauen. Überhaupt finde ich diese Zuordnung von Hobbies, Vorlieben und Berufen zu einem bestimmten (eigentlich ja „zufälligen“) Geschlecht vollkommen überflüssig und frage mich schon gelegentlich, wer sich das eigentlich warum so ausgedacht hat/warum es sich so entwickelt hat. (Hohe Schuhe waren ursprünglich auch für Männer gedacht und wenn sie jetzt jemand anhat wird doof geguckt, weil es sich anders etabliert hat.) Grundsätzlich sind Männer und Frauen doch vermutlich mit grob den gleichen Qualifikationen ausgestattet, sodass ich es nicht gerechtfertigt sehe, Männer grundsätzlich in z.B. naturwissenschaftliche Berufe und Frauen an den Herd drängen zu wollen, ob sie wollen/können oder nicht (von unterschiedlicher Bezahlung für die gleiche Arbeit mal ganz abgesehen). Genau so wenig möchte ich mich ja auch von einem einzelnen Hobby o.ä. definieren lassen. Klar nähe ich gerne, aber das heißt noch lange nicht, dass ich gerne Hausfrau wäre und mein Hirn nur dafür benutzen oder anderen alles vor den Hintern tragen möchte. 😉
    Leider scheint es einfach bestimmte Bereiche zu geben, die noch immer stark mit gewissen Assoziationen belastet sind. Häkelnde in der U-Bahn werden wahrscheinlich von vielen erstmal komisch angeguckt, Männer dann erst Recht, vermutlich weil das noch also so altmodisch und „oma-haft“ empfunden wird. Wenn jemand hingegen ein Buch liest um sich damit die Zeit zu vertreiben interessiert das ja im Normalfall auch keinen… Wenn ich sage, dass ich nähe, stößt das auch oft erstmal auf Verwunderung und viele Leute finden es komisch und altmodisch, bis sie dann mal meine Sachen sehen und ganz verwundert und bewundernd feststellen, dass die auch selbstgemacht sind. Als könne man mit solchen Techniken nur altmodische Sachen herstellen und wäre komplett von vorgestern… Aber das hat die muslimische Sitznachbarin ja offenbar glücklicherweise auch zu widerlegen gewusst. 😉 (Trotzdem wundert es mich bei solchen Sprüchen kaum, dass viele das Gefühl vermittelt bekommen, sich für ihr Hobby oder anderes schämen zu müssen und sich nicht trauen, es öffentlich auszuleben, selbst wenn gar nichts dabei ist.)

    Trotzdem schade, dass in den Köpfen vieler Leute noch solche Vorurteile zu stecken scheinen und du hast Recht, ich mag mir auch kaum ausmalen, wie man sich als Angehöriger einer „richtigen Randgruppe“ fühlen muss, wenn man mit solchen Deppen und blöden Sprüchen noch viel häufiger konfrontiert wird (und u.U. auch nicht die große Klappe hat, was dagegen zu sagen, oder wenn man es tut dann gleich mit dem nächsten Vorurteil von wegen gewältatig, kein Integrationswille o.ä. zu kämpfen hat).

  14. Pingback: Männer, Fäden, Stoff und Wolle | Suschna

  15. Danke für die Geschichte! Da konnte ich endlich mal was bloggen, das ich schon lange zeigen wollte. (Auf dem Foto siehst du fast so schlimm aus wie Jürgen Klopp. Da würde ich mich auch mindestens wegsetzen 🙂

  16. Ich bin über die liebe suschna hier herein gestolpert, und dachte, man lässt dich nicht in Ruhe häkeln im Sinne von:
    „Was wird denn das? brabrabra Das ist aber schön. brabrabra Ja, früher, da hab ich auch,… brabra…aber heute lernt das ja keiner mehr in der Schule brabra…“ So geht mir das meistens, ist ja auch irgendwie nett (gemeint), aber manchmal möchte man sich auch nicht die ganze Fahrt/Wartezeit unterhalten. Handarbeiten in der Öffentlichkeit sollte man allen raten, die das Gefühl haben, dass sie zu wenig Sozialkontakt mit Fremden haben.

    Aber dein Erlebnis: ich bin wirklich sprachlos. Ich hätte mir einen ziemlich bösen Kommentar wahrscheinlich nicht verkneifen können. Wobei – manchmal ist man einfach zu perplex, um schlagfertig sein zu können.

  17. Bin über FB hier gelandet und muss mich köstlich über die Dreistigkeit mancher Menschen wundern. Dein Artikel ist toll – ich werde Dich öfter besuchen – und Dein Bild ist extreeem symphatisch 🙂

  18. Dieser Dame hätte ich gleich mal ein Foto von Charming Junjor unter die Nase gerieben mit dem Hinweis, dass Frau Märkel zu spät drann ist (man muss ihr ja nicht veraten, dass häkelnde Männer auf ganz althergebrachte Weise Väter werden können).
    Mir passier es eher, dass ich für eine (nicht besonders hübsche) Frau gehalten werde, was muss ich aber auch mit Kinderwagen und Umhängetsche herumlaufen.

    Danke für diese schöne Anekdote
    und Danke an Suschna für den Hinweis darauf.

    Beste Grüße
    Christoph

  19. Ich habe auch über FB hergefunden (und in den Kommentaren über mir gleich ein paar bekannte Namen gesehen). Bei der Überschrift hatte ich eigentlich erwartet, dass du angepflaumt wurdest, weil die gute Frau Sorge hat, bei einem heftigen Bremsmanöver die Nadel im Auge stecken zu haben. Aber DAS ist wirklich krass. Leute gibt’s… da kann man wirklich nur den Kopf schütteln.

  20. Tja, es passieren Sachen…, aber fein, dass Sushna so den perfekten Hintergrund für ihren Männer, Fäden, Stoff und Wolle – Beitrag gefunden hat…, und du wirst dich nicht irritieren lassen… 😉 Lieben Gruß Ghislana

  21. Hallo zusammen, muss auch mal was loswerden…Mein Papa ,heute fast 80zig Jahre hat in jungen Jahren, von meiner Oma, also seiner Schwiegermutter das Strümpfe stricken beigebracht bekommen und darauf ist er heute noch stolz…und erzählt es auch jedem ,wo es hören will.!!!! Aber wenn er mal den Flur aufputzen sollte, so hat er dieses getan, aber nur bis zur Haustür,nur nicht die Tür aufmachen, es hätte ihn ja jemanden sehen können…tztztz, versteh da einer die Logik…Schönen Tag an alle und ich finde es toll das auch Männer stricken ,häkeln und nähen..

  22. Oh Mann, oh Mann, Leute gibt’s…
    Wenns nicht so unglaublich traurig wär, läg ich mit Lachtränen in den aufen auf dem Boden :p Ich selbst Handarbeite UND Werke gerne auf im Freien. Mann und Söhne ebenso. Wir haben da keine Schilder wer an Näh-, Schleif-, oder Stickmaschine darf – oder eben nicht…

  23. Wie ich schon in FB schrieb: Ich habe sehr gelacht. Du hast das wunderbar formuliert und die Dame scheint wirklich eine klassische CDU-Wählerin zu sein…oh Schock oh Graus! Bei mir ist es manchmal so, dass ich strickend und mein Freund zauberwürfelnd nebeneinander in der Bahn sitzen. Das gibt erst recht komische Blicke, allerdings stiehlt mir mein Freund doch mit diesen Knobelspielen eindeutig die Show….;-)

  24. „Sie hoffe, so fügte sie noch hinzu, dass Merkel es verhindert, dass “solche wie ihr auch noch Kinder kriegen dürft!”“

    Ich glaub ich hätte geantwortet, dass wir wohl stolz und dankbar sein können, dass sie dem Führer genügend Kinder geboren hat. Jedenfalls kam mir das beim Lesen spontan in den Sinn…

  25. Ich bin auch über fb hier reingestolpert und finde deine geschichte echt amüsant. Wie kannst du eine arme alte frau nur so erschrecken? 😉 ich pack mir jetzt auch meine häkelsachen ein wenn ich bus odee bahn fahre. Vielleicht treffe ich ja auch mal eine ältere Dame die das doof findet 😀
    Ich finde handarbeitende Männer toll und wünsche mir mehr von „euch“

  26. Facebook hat mich hergelockt 😀 Sehr lustig zu lesen. Mir gefiel beim lesen prompt die junge Muslimin. 😉 Wenn ich in Wartebereichen häkele, werde ich auch sehr oft verstört angesehen. *lach* Aber es gibt auch Lichtblicke, wenn eine ältere Dame kommt und fragt, wieviel Wolle sie wohl für die Socken ihres 5-jährigen Enkels brauchen würde. Oder auch eine Muslimin (lustig, das scheint bei ihnen wohl verbreitet zu sein) quer durch den Raum läuft um mir kurz zu zusehen und dann meint, dass sie daas total schön findet, was ich mache. Und ob ich es ihr vielleicht kurz erklären könnte 😀 (Eine Eule in Handytaschenform, also wirklich schnell erklärt)
    Mein Mann kann leider nicht stricken oder häkeln und möchte es auch nicht lernen. Wenn ich allerdings irgendwo nicht weiterkomme, weil ich wieder ohne Anleitung arbeite, ist er der Problemlöser schlechthin. Er weiss sofort wie ichs besser machen kann.
    Kreative Männer braucht das Land, weiter so 😉

  27. ich habe herzhaft gelacht über deine Story – das hätte ich in dieser Situation wahrscheinlich auch – es gibt einfach Momente, die kann nur mit Humor ertragen.

  28. Haha 😀 Passend zum Thema in der U-Bahn gelesen und fast laut losgelacht. Das erinnert mich daran, dass ich neulich einen Blog gelesen habe, auf dem gefragt wurde, wo die (anderen) strickenden Männer sind.

  29. Pingback: Geschlechterrollen und die “Häkelnde Gefahr” | Alles Evolution

  30. Ich finde handarbeitende Männer klasse. 😉

    Völlig schnuppe, ob nähen, häkeln oder stricken und erst recht egal wie-auch-immer-sexuell veranlagt.

    Außerdem gefällt mir deine „Schreibe“ und ich befürchte, du wirst mich in Zukunft öfter bei dir vorfinden. *g*

    Also, hinsetzen (in Fahrtrichtung!) und weitermachen. 🙂

    Sabine

  31. Hättest Du die ganze Zeit dein Smartphone gestreichelt, wäre sicherlich kein Kommentar gekommen. Aber handarbeitende Männer (nicht zu verwechseln mit Hand-Werkern) stellen für eine bestimmte Sorte Mensch – unabhängig von Geschlecht und Alter – eine gesellschaftliche Gefahr dar. Einer meiner schwulen Freunde hätte diese Dame mit Sicherheit in ein tuntenhaftes Gespräch verwickelt, sehr freundlich und zuvorkommend, also so richtig sämtliche Vorurteile bedienend (das kann er sowas von gut). Ich vermute, nach Beendigung der Unterhaltung hätte es Beifall gegeben und Zugaben wären verlangt worden. Solchen Menschen kann man nur mit Ironie begegnen. Ärgern bringt nur denen etwas.
    Liebe Grüße von Elvira

    Ich habe früher viel gestrickt und Filethäkeleien gemacht. Heute nähe ich lieber. Aber gerade stricke ich einen Loop und ein Paar Socken warten seit letztem Winter auf Vollendung. Allerdings kostet das Blogschreiben und – lesen sehr viel Zeit.

  32. Hahaha, wer hätte gedacht, dass man mit Häkeln Menschen dermaßen vor den Kopf stoßen kann. Das nenn´ ich mal subversives Handarbeiten! Lasst uns häkelnd die Welt verändern 😉

  33. Pingback: Wieso denn bloß? | maschenbart

  34. Pingback: Der Wochenrückblick 44/13: Dies und das und ein DIY-Adventskalender | Gemacht mit LiebeGemacht mit Liebe

  35. Pingback: Die verstrickte Dienstagsfrage | maschenbart

  36. Bisschen spät jetzt. Aber dennoch. Ich, weiblich, spiele Tuba und manche Kommentare von Männern – und Frauen! – waren witzig bis obszön bis Hausmacherpsychologie. Aber auch anerkennend.
    Die Zeiten ändern sich, auch wenn es manche Leute schmerzt!

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